Milk
Ein getanztes, gesprochenes, untersuchendes Tanztheater-Projekt
Rolle(n): Performerin, Tänzerin
Athanor Akademie
Konzept und künstlerische Leitung: Edith Buttingsrud Pedersen
Dramaturgie: Florian von Hoermann
Fotos: François Weinert, Edith Buttingsrud Pedersen
»Milk« ist eine Tanzperformance, die für und mit dem dritten Jahrgang der Athanor Akademie unter der Leitung der Choreografin Edith Buttingsrud Pedersen entstanden ist. Die Arbeit basiert auf dem Austausch von persönlichen Gedanken, Texten und Videomaterial zwischen Edith und den darstellenden Studierenden während der Erforschung von körperlichen Aufgaben über den Zeitraum von mehreren Monaten. Es nimmt Form an in »Milk«.
Heute haben wir unsere menschliche Gestalt verloren. Wenn wir den Mut dazu haben, werden wir uns selbst verloren sein lassen. Wir haben versucht, etwas zu finden, es fühlte sich zunächst verzweifelt an und dann besser und besser, es war wie eine Ekstase, die fast in Wahnsinn, in Chaos endet und dann wieder vergeht. Wir werfen unsere Körper in Orte hinein. Und dann: Orientierungslosigkeit. Identitätslosigkeit. Weiß. Nein. Nein. Nein. Weiß. Wo. Wer. Verletzt. Treibend. Körper. Wo. Weg. Irgendwo bin ich schmelzend. Auflösend. Milch. Irgendwo schmilzt mein Selbst, und meine Darstellung bin ich.
Life is a kind of madness that death makes. Long live the dead because we live in them. Suddenly things no longer need to make sense. I’m satisfied with being. Are you? Certainly you are. The meaninglessness of things makes me smile complacently. Everything surely must go on being what it is. Today is a day of nothing. Today is down to the wire. Could there be a number that is nothing? that is less than zero? that begins where there is no beginning because it always was? and was before always?
(Clarice Lispector)



















